PlasticWorld ein integratives Umwelt - Kunstprojekt

Wir befinden uns in einem zweigeteilten Industriegebiet der Stadt Heilbronn, viele Fabrikationshallen, Bürogebäude einerseits, Mehrfamilienhäuser, Flüchtlingsunterkünfte andererseits. Keine Sportplätze, keine Museen, keine Abwechslung. Dazwischen die Susanne Finkbeiner Schule, ein Ort, in der Flüchtlingen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache beigebracht und eine Schulausbildung ermöglicht wird.

Wir als Netzwerk der Kulturen Heilbronn e.V. suchten gemeinsam mit der Stabsstelle für Partizipation und Integration einen dritten Kooperationspartner, mit dem wir zusammen jugendlichen Flüchtlingen, Teenagern mit Migrationshintergrund (Teenagern aus den Migrantenorganisationen), geflüchteten Kindern aus der Nachbarschaft ein 5-tägiges, freiwilliges Ferienprogramm anbieten, um diese zu fördern und ihnen einen kultur-kritischen Impuls anzubieten.

Das Projekt fand in den Herbstferien 2018 statt.

Thematisch bezog sich das Projekt mit dem Namen PlasticWorld auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Konsum- und Wegwerfverhalten unter dem Aspekt der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll. Dabei sollten sich Jugendliche, sowohl unter gesellschaftskritischem als auch selbstreflektierenden Blick, ihrer Umwelt und den Auswirkungen die Plastikmüll auf diese hat, bewusst werden. Das Projekt war so konzipiert, dass die Teenager bei ihrer Entwicklung ihrer Kunstobjekte in ihre Verantwortung genommen wurden: wie gehe ich mit den Materialien um, was gestalte ich daraus und was hat mein Tun für Konsequenzen in meinem Alltag.

 

Die jungen Menschen gelangten im Laufe des künstlerischen Prozesses von Einzelteilen hin zum zusammenhängenden Objekt. Das Objekt verstand sich als Kunst- aber auch als Konsumobjekt. Sie bewältigten exemplarische und gestaltungspraktische Auseinandersetzung mit verschiedenen Abfallmaterialien und Verbindungstechniken.

Diese Arbeit zum Anfassen bot den Teilnehmern ein Forum über das Konsumverhalten ihrer "alten" und "neuen" Heimat, im Einklang mit der Betrachtung, wie Kunst eine Brücke zum Spracherwerb und der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft genutzt werden kann.

Die Schule bot für ihre Schüler, den Jugendliche aus dem nachbarschaftlichen Umfeld (auch Flüchtlingsunterkünften) den Migrantenorganisationen aus dem Netzwerk der Kulturen Heilbronn e. V. einen freiwilligen Kunst-Kurs in den Herbstferien an.

Eingeladen wurden die jungen Menschen, durch die Schule, die Migrantenorganisationen des Netzwerkes der Kulturen, die Stabsstelle Partizipation und Integration, dem Amt für Familie, Jugend und Senioren und der Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge, Heilbronn.

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